Diabetes: Warum regelmässige Checks so wichtig sind
Welche Tests zur Früherkennung von Diabetes sinnvoll sind und wie oft diese durchgeführt werden sollten.

Diabetes gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit und entwickelt sich häufig schleichend, besonders der sogenannte Typ-2-Diabetes. Viele Betroffene wissen anfangs nicht einmal, dass sie die Krankheit in sich tragen. Die Symptome sind oft unspezifisch und werden leicht übersehen. Deshalb ist die Früherkennung entscheidend, um das Risiko von Folgeerkrankungen zu reduzieren.
Warum ist Früherkennung so wichtig?
Ein frühzeitiges Erkennen von Diabetes kann einen entscheidenden Unterschied machen. Denn ein unentdeckter Diabetes kann im Laufe der Zeit schwere Schäden an verschiedenen Organen verursachen. Dazu gehören das Herz-Kreislauf-System, die Nieren und die Augen. Insbesondere Typ-2-Diabetes entwickelt sich oft über viele Jahre hinweg ohne offensichtliche Symptome und wird deshalb häufig erst diagnostiziert, wenn bereits Komplikationen auftreten.
Frühwarnzeichen von Diabetes
Die ersten Anzeichen eines sich entwickelnden Diabetes sind oft schwer zu deuten. Zu den häufigsten Symptomen zählen:
- Erhöhter Durst und häufiges Wasserlassen: Dies ist eines der klassischen Zeichen, dass der Körper versucht, überschüssigen Zucker durch den Urin auszuscheiden.
- Müdigkeit und Energielosigkeit: Ein ständiges Gefühl der Erschöpfung, selbst nach ausreichend Schlaf, kann auf Diabetes hindeuten.
- Unerklärlicher Gewichtsverlust: Besonders bei Typ-1-Diabetes verliert der Körper schnell Gewicht, da er versucht, die fehlende Energie aus den Fettreserven zu gewinnen.
- Verschwommenes Sehen: Zu hoher Blutzucker kann die Linsen in den Augen anschwellen lassen und zu Sehstörungen führen.
- Langanhaltende Wundheilung: Hohe Zuckerwerte verlangsamen die Heilung von Wunden und erhöhen das Risiko von Infektionen.
Welche Tests sind relevant?
Blutzuckermessung: Dieser Test misst die Glukosekonzentration im Blut. Er kann sowohl als einmalige Messung als auch als Langzeitüberwachung durchgeführt werden.
HbA1c-Test: Der sogenannte Langzeitblutzuckerwert gibt Aufschluss über den durchschnittlichen Blutzucker der letzten zwei bis drei Monate. Ein HbA1c-Wert über 6,5% gilt als Indikator für Diabetes.
Oral-Glucose-Tolerance-Test (OGTT): Bei diesem Test trinkt die Person eine spezielle Glukoselösung, und es wird nach zwei Stunden der Blutzucker gemessen. Dieser Test wird besonders bei Risikogruppen angewendet, um eine gestörte Glukosetoleranz zu erkennen.
Wie oft solltest du dich testen lassen?
Die Häufigkeit der Tests hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Alter, Gewicht und Familiengeschichte. Grundsätzlich gilt:
- Ab dem 45. Lebensjahr: Alle drei Jahre, sofern keine Risikofaktoren vorliegen.
- Bei Übergewicht oder familiärer Vorbelastung: Bereits ab 35 alle zwei Jahre.
- Schwangere Frauen: Spezieller Diabetes-Screening-Test zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche.
- Regelmässige Blutzuckermessungen und HbA1c-Tests im Rahmen der Vorsorge.
- Ernährungsberatung und Diabetes-Coaching, um eine Umstellung des Lebensstils zu unterstützen.
- Spezielle Programme für Risikopatient:innen zur Vorbeugung und Behandlung von Diabetes.
- Informiere dich bei deiner Krankenversicherung über die genauen Leistungen und ob Programme für dich in Frage kommen.
Prävention im Alltag: So kannst du dein Risiko minimieren
Um das Diabetes-Risiko zu senken, ist ein gesunder Lebensstil entscheidend:
- Ernährung: Vermeide stark verarbeitete Lebensmittel und setze auf ballaststoffreiche Kost.
- Bewegung: Bereits 30 Minuten moderate Bewegung pro Tag können einen positiven Effekt haben.
- Gewichtskontrolle: Ein gesundes Körpergewicht verringert das Risiko signifikant.


